Ein Projekt des ADFC Hamburg

IconAutofreier Platz Stellinger Weg/Hellkamp

Wo soll verkehrsberuhigt werden?

Stellinger Weg, auf Höhe Hellkamp (zwischen „Tauschhaus“ und „Old McDonald“)

Warum soll genau hier verkehrsberuhigt werden?

Dieser Ort hat sich in den letzten Jahren zu einem populären und immer stärker frequentierten Quartiersmittelpunkt mit Geschäften, Dienstleistern und (Außen-) Gastronomie entwickelt. Das Umfeld wird jedoch noch sehr stark von parkenden Fahrzeugen dominiert und sehr häufig von Schleichverkehr, also als Ausweichroute genutzt, wenn die umliegenden Hauptstraßen einmal wieder überlastet sind. Als Ort der Begegnung im Viertel ist dieser sehr großzügige Kreuzungsbereich, aus dem sich so viel Anderes machen ließe, bislang wenig attraktiv.

Wie soll umgestaltet werden?

Der Bereich östlich der Kreuzung Hellkamp wird für den Pkw-Verkehr auf einer Länge von ca. 100 m gesperrt, bleibt aber für den nicht-motorisierten Verkehr passierbar. Die dadurch entstehende Freifläche wird zu einem kleinen begrünten, mit Sitzbänken und Spielgeräten ausgestatteten Platz umgestaltet. Der Gehweg und die Grünflächen in diesem Bereich werden verbreitert, die bisherigen mehrreihigen Pkw-Stellflächen in einen Wendehammer umgestaltet. Um dafür weiteren Platz zu schaffen, werden die Recycling-Container in Richtung Schwenckestraße versetzt.

Außerdem könnte im Zuge dieser Sperrung der Fahrbahnbereich durch eine Aufpflasterung so weit angehoben werden, dass Straße und Gehweg auf einer Ebene liegen. Die Fußgängerbereiche rund um den westlich daran angrenzenden Kreuzungsbereich (Hellkamp / Stellinger Weg / Schopstraße) werden durch Poller gesichert, um ordnungswidriges Parken dort von Vornherein zu unterbinden.

9 Kommentare zu “Autofreier Platz Stellinger Weg/Hellkamp

  1. Dass sich schon jetzt immer mehr Menschen ihr Wohn- und Lebensquartier zurückerobern und sich deutlich mehr Aufenthaltsqualität vorstellen könnten, lässt sich bereits seit Längerem im Stellinger Weg auf Höhe des Tauschhauses nachvollziehen. Ich denke, dass sich viele, für die dieser Ort ein regelmäßig besuchter Mittelpunkt geworden ist, dort viel mehr Grün, Bänke und Flächen für Sport und Spiel statt einer mehrreihigen Blechwüste wünschen dürften.

  2. Ich als direkte Anwohnerin habe jetzt schon täglich mit dem Lärm, schmutz und dem Menschen zu kämpfen an diesem Platz, die uns vor das Haus pinkeln. Außengastronomie ist an allen 5 Ecken vorhanden und wir bis 23 Uhr genutzt inkl. Lärmbelästigung. Gecornert wird ja am Wochenende schon länger. Wie sollen wir hier als direkte Anwohner dann wohnen und -nach vorne raus-schlafen? Noch nicht mal geschlossene Fenster halten das Gerölle ab. Und ihr wollt den ganzen Platz zum Cornern freigeben ? Dann wird das wie vorm Grünen Jäger. Angesichts mangelndem Wohnraum eine Partyzone innerhalb eines Wohngebiets zu vergrößern, kann nicht wahr sein. Ich gehe davon aus, dass keine/r der Initiator/Innen hier direkt wohnt…

    1. Liebe Bianca,

      du sprichst sicherlich ein ernstes Problem an: Anwohnern das Leben unerträglich zu machen durch Lärm und Randale scheint in vielen Bereichen um sich zu greifen und muss auf jeden Fall von den Bezirken und der Politik angegangen werden. Wer unter einem schönen Abend versteht, vollzutanken und dann in fremde Hausflure zu pinkeln, gehört bestraft.

      Aber nicht jeder, der abends ausgehen, essen und trinken gehen will, zählt zu dieser Kategorie. Die meisten Menschen sind doch nicht auf Krawall aus, sondern wollen die wenigen warmen Abende in Hamburg draußen genießen.

      Ich glaube nicht, dass man diese beiden Seiten miteinander vermischen sollte, denn ist das eine Lösung: Menschen vertreiben durch zugeparkte Autos? Lärmbelästigung durch Außengastronomie bekämpfen durch möglichst viel stinkenden und lärmenden Autoverkehr?

  3. Absoluter Schwachsinn. Wo soll der Verkehr hin? Keinen der Nebenstraßen sind dafür ausgelegt. Wo sollen die Autos parken? Wo müssen die Container hin? Wer keine Autos und keine Müllcontainer sehen kann, soll zurück in die Provinz ziehen.

    1. Hej Mads,

      die Autos beparken doch längst alle Nebenstraßen, und zwar anhaltend rechts und links. Die Umsetzung der Container ist oben recht genau beschrieben, zu genau einem Zweck: Mehr Platz für Grün, für Begegnungen zwischen Menschen, für Spiel und Entspannung im dicht besiedelten städtischen Raum. An einem zentralen Platz im Quartier. Autos im Durchgangsverkehr haben ja noch immer reichlich Platz in den naheliegenden Hauptverkehrsstraßen. Gehören toter Müll und Unmengen Blech für Dich wirklich noch immer zum Leitbild Stadt? Wie schade aber auch! Und wie gestrig! Wir in Deutschland und vor allem in Hamburg sind im europaweiten Vergleich übrigens -auch in dieser Hinsicht- längst weit hinter der Kurve. Leitbilder der Zukunft befinden sich u.a. in… Kopenhagen…

  4. „Wo sollen die Autos parken?“ Reines Anwohnerparken implementieren. Nur wer (ordentlich) bezahlt oder gegen behördlichen Nachweis Parkrecht hat , bekommt hier einen Parkplatz. Diese Umsonstabstellerei auch in zweiter Reihe, während sich Fußgänger durchquetschen müssen…

  5. Ich bin auch Anwohner. Das ist der größte Blödsinn allerzeiten. Was sollen denn die Menschen mit eingeschränkter Mobilität machen??? Es ist jetzt bis abends um 3 Uhr nachts laut und mit offenem Fenster kaum auszuhalten. Hauptsache Party!!!! Man kann auch eine Stadt kaputt planen. Vielleicht fragt ihr mal Anwohner als nur die Partygäste!! Schlimm…

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