Ein Projekt des ADFC Hamburg

IconAutofreier Platz Apostelkirche

Wo soll verkehrsberuhigt werden?

Lappenbergsallee, auf Höhe Apostelkirche (zwischen Faberstraße und Voigtstraße)

Warum soll genau hier verkehrsberuhigt werden?

Dieser historische Platz stellte einst einen Mittelpunkt des Quartiers im westlichen Eimsbüttel rund um die Apostelkirche dar. Schon seit den 1980er Jahren existieren angesichts beträchtlicher Schleichverkehre zur Umfahrung des Eimsbütteler Marktplatzes Diskussionen und Planungen für eine Umwidmung des Verlaufs Langenfelder Damm / Lappenbergsallee in eine Kommunaltrasse, das heißt eine verkehrsberuhigte Straße, auf der nur noch Radverkehr, Busse und Taxen fahren dürfen.

Der aktuell vorhandene starke Durchgangs- und Schleichverkehr auf der Lappenbergsallee wird damit unterbunden und der durch die viel befahrene Straße zerschnittene Platz rund um die Apostelkirche wieder zu einem großen Ganzen zusammengefügt. Damit wird eine vielfältige Umgestaltung durch Begrünung, Sitzgelegenheiten und Bäume bzw. eine neue Nutzung durch und zum Wohle der Anwohner*innen, etwa für Freizeit, Sport oder Erholung, ermöglicht.

Wie soll umgestaltet werden?

Die Lappenbergsallee wird im Bereich zwischen Voigtstraße und Faberstraße für den motorisierten Durchgangsverkehr gesperrt und mit einem sog. Modalfilter ausgestattet. Als Durchfahrtsperre wäre z. B. ein versenkbarer Poller geeignet, der sich nur von Fahrer*innen des ÖPNV, etwa der dort verkehrenden HHA-Metrobuslinie 4, oder Einsatzwagen öffnen lässt. Eine schmale seitliche Schleuse ermöglicht Radfahrenden ebenfalls die Durchfahrt. Die dann nicht mehr benötigten Verkehrsflächen in diesem Bereich könnten für eine weitreichende Umgestaltung genutzt werden. 

4 Kommentare zu “Autofreier Platz Apostelkirche

  1. Bei dieser Gelegenheit sollte endlich eine Fahrradverbindung zwischen Faberstraße und Hellkamp geschaffen werden.
    Auf dieser wichtigen Querverbindung funktioniert der Platz schon jetzt als Modalfilter, denn nur Fahrräder kommen durch – aber leider müssen sie verbotenerweise an der Kirche vorbei über den Gehweg schleichen.
    Der Hellkamp ist als Fahrradstrecke ideal, weil er schon heute durch die Diagonalsperre an der Lutterothstraße kaum mit motorisiertem Durchgangsverkehr belastet ist. Deshalb erscheint es mir sinnvoll, ihn über die Faberstraße für den Fahrradverkehr zwischen dem südlichen Eimsbüttel, Altona-Nord und Lokstedt zu erschließen.
    Dieses Ziel widerspricht natürlich einer im Konzept angedeuteten völlig verkehrsfreien Umgestaltung des Platzes. Ich denke aber, dass die Förderung des Fahrradverkehrs nicht an solchen Überlegungen scheitern sollte. Wenn man einen Radweg intelligent anlegt, wird er die Attraktivität des Platzes eher fördern als schmälern.

  2. Autofreier Platz an der Apostelkirche bedeutet für mich vor allem die umliegenden Straßen von ruhendem Verkehr zu befreien. Dieser historische Platz wird durch die eng auf beiden Seiten parkenden Autos extrem in seiner Qualität als Grünfläche beeinträchtigt.

  3. Nette Idee, ich halte derart unrealistische Vorschläge allerdings für irreführend. Sie ist wegen des ÖPNVs schlicht nicht umsetzbar, zumindest nicht mit Verkehrssperren wie Pollern. Dafür hat kein Busfahrer Zeit, dafür würde es seitens des HVV keine Zustimmung geben, selbst wenn das Absenken nicht manuell erfolgen sollte. Der HVV stimmt ja auch keinen Shared Spaces im Bereich von Busstrecken zu. Den Individualverkehr auf andere Art rauszunehmen würde ich natürlich auch begrüßen.

  4. Sehr weitreichender Ansatz. Hilfreich im Bereich der Apostelkirche ist bereits beidseitig mehr Platz und eindeutigere Wege für Fußgänger. Nicht selten sind die Fußgänger auf den Radwegen zu finden.

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